100 Hüttenleben in der Henrichshütte in Hattingen (Dauerausstellung seit 2017)

Am 23. April 1987 bildeten 5.000 Hattinger:innen eine Menschenkette, um gegen die Stilllegung der Henrichshütte zu demonstrieren. Der Hüttenkampf ging verloren. Allerdings haben die Menschen für ihre Stadt einen strukturellen Neubeginn erstritten. Die Menschenkette war die spektakulärste Aktion auf diesem Weg. Dreißig Jahre danach hat der Förderverein des LWL-Industriemuseums 100 Hüttenwerker:innen befragt und von der Fotografin Astrid Kirschey porträtieren lassen. Im Museum bilden die Fotografien heute eine Menschenkette um Hochofen 3. In dem Buch „100 Hüttenleben“ erzählen die Menschen Geschichten von ihrem Leben und der Arbeit auf ihrer Henrichshütte. Dem Buch liegt eine DVD mit den Interviews bei. 

„100 Hüttenleben“ und eine Menschenkette
Installation im LWL-Industriemuseum Henrichshütte wird eröffnet

Hattingen (lwl). Am 23. April 1987 wehrte sich Hattingen mit einer Menschenkette gegen die Stilllegung der Henrichshütte. Auf den Tag genau 30 Jahre später, am Sonntag (23.4.) um 11 Uhr, weiht der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) die Text-Bild-Collage „100 Hüttenleben“ ein. Die Solinger Fotografin Astrid Kirschey und der Förderverein des LWL-Industriemuseums Henrichshütte haben gemeinsam auf diesen Tag hingearbeitet. Jetzt ist es soweit: Die Menschenkette ist wieder da - als Installation aus lebensgroßen Porträts und lebensgeschichtlichen Zitaten.
Museumsleiter Robert Laube freut sich: „Die fotografische Okkupation von Hochofen 3 durch 100 Hüttenleute macht deutlich, wer im Zentrum unserer Arbeit steht: Die Menschen.“ Bilder, niedergeschriebene Erinnerungen sowie ein Zusammenschnitt der Interviews erscheinen parallel als Buch samt DVD. „Das ist ein Schatz, dessen Wert mit den Jahren steigen wird“, bedankt sich Dirk Zache, Direktor des LWL-Industriemuseums, beim Förderverein. „Eine in Art und Umfang selten erreichte Qualität ehrenamtlichen Engagements.“
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Astrid Kirschey
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0178 7074957
mail@astrid-kirschey.de
Astrid Kirschey, geboren 1964 im Rheinland. Nach langer Zeit als Wahl-Berlinerin lebt sie heute wieder in der Heimat. Eine dreijährige Ausbildung zur Fotografin, Schwerpunkt „Porträt“, mit anschließender Gesellenprüfung legten den Grundstein für ihre lebenslange Bindung an das Thema.
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